
| Réalisation | 2008 |
Description |
Ausgangslage
Die
Gemeinde Zermatt zählt 6'000 ständige Einwohner. In der Hochsaison leben bis zu
35'000 Menschen in Zermatt. Für die Gemeinde resultieren daraus hohe Kosten, da
die Infrastruktur auf die Spitzenbelegung ausgebaut werden muss, die nur
während einer bestimmten Zeit im Jahr erreicht wird. Finanziert werden diese
Investitionen zum grössten Teil durch die ständige Wohnbevölkerung (Personen
die in Zermatt steuerpflichtig sind). Vor allem die Zweitwohnungsbesitzer (die
ihre Wohnung nur zum Eigengebrauch nutzen und nicht gewerbsmässig vermieten)
tragen verhältnismässig wenig zur Finanzierung bei. Der Anteil der
Zweitwohnungen am Gesamtbestand der Wohnungen in Zermatt entspricht mit derzeit
ca 45 % etwa dem kantonalen
Durchschnitt.
In
den letzten Jahren hat sich die Gemeinde Zermatt vermehrt mit den Folgen der
Zweitwohnungen auseinandergesetzt.
Im
Leitbild "Zermatt 2015" hat sich die Gemeinde zum Ziel gesetzt, das
Zweitwohnungsangebot (nicht vermietete, kalte Bette) nur restriktiv wachsen zu
lassen. Zudem wurde 2007 ein Reglement über die Kontingentierung von
Zweitwohnungen in Kraft gesetzt. Falls das neue Tourismusgesetz in seiner aktuellen Form vom Parlament
verabschiedet wird, bestünde für die Gemeinde Zermatt auch die rechtliche
Grundlage, eine Lenkungssteuer für Zweitwohnungen einzuführen und diese Lücke
zu schliessen.
Die
Firma Grisch Consulta (http://www.grischconsulta.ch) hat im Auftrag der
Gemeinde ein Entwurf für ein Reglement über Lenkungssteuern auf Zweitwohnungen
der Gemeinde Zermatt erarbeitet. Dieses Reglement soll 2009 der Urversammlung
vorgelegt werden. Der Entwurf sieht eine Besteuerung der Zweitwohnungen (nicht
gewerbsmässig vermietete Wohnungen) in Höhe von 10 % des Vermögenssteuerwertes
der Liegenschaft.
Zur
Begründung der Einführung einer Lenkungssteuer für Zweitwohnungen ist die
Gemeinde auf Grundlagen angewiesen, welche die konkreten Auswirkungen (Kosten
und Nutzen) der Zweitwohnungen aufzeigen.
Projektziele und Vorgehen
Zweitwohnungen
haben verschiedene Auswirkungen. Einerseits tragen die Zweit- und
Ferienwohnungen zur Wertschöpfung bei und schaffen Arbeitsplätze andererseits
treten immer auch negative Aspekte auf (z.B. Ansteigen der Baulandpreise,
Beeinträchtigung der Siedlung und Landschaft oder Verdrängung der
Ortsansässigen vom Wohnungsmarkt).
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