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1.
Ausgangslage
Die Anforderungen an die
Führung in der Politik sind im Steigen begriffen, bezüglich Komplexität der Problemstellungen, der
Menge der zu verarbeitenden Informationen und der von den Informationen betroffenen
Personen in Politik und Verwaltung. Die Gemeinden sind verpflichtet, sich diesen Herausforderungen
zu stellen und ihre Strukturen und Führungsinstrumente entsprechend anzupassen. Ein
"Cockpit", welches relevante Informationen zu strategischen Zielen zweckmässig bündelt
und kommunizierbar macht, wird als wichtiges Instrument zur Erreichung strategischer
Ziele angesehen.
2.
Projektziele
Im Rahmen des Projektes
"Führungscockpit für Gemeinden" soll eine Informatiklösung
entwickelt und bei Partnergemeinden
eingeführt werden, welche auf wirksame Weise die Führungsprozesse einer Gemeinde unterstützt.
Das Projekt wird in Zusammenarbeit von Gemeinden, Kantonen und
Informatik-Anbietern unter technisch-/wissenschaftlicher Leitung eines Teams der Berner
Fachhochschule (BFH) und der Fachhochschule Walls (FHVS) realisiert und erstreckt sich über eine
Laufzeit von insgesamt 4 Jahren (2007-2010), womit eine gesamte politische Amtsdauer
abgedeckt werden kann. Nebst den finanziellen und personellen Beiträgen der Projektpartner
wird eine hälftige finanzielle Beteiligung der KTI (Kommission für Technologie und
Innovation des Bundes) an den gesamten Projektkosten angestrebt. Der wirtschaftliche Nutzen
des Projektes liegt bei der Verbesserung der Wirksamkeit und Kosteneffizienz in der
Führung von Gemeinden, der Erkennung und Vermeidung widersprüchlicher strategischer Zielsetzungen
sowie einer Verbesserung der "Frühwarnsysteme". In der Wirtschaft bewährte
Managementkonzepte (Führen mit Kennzahlen, "Balanced Scorecard"- Ansatz) sind auf die
Bedürfnisse der beteiligten Gemeinden zugeschnitten. Durch den Ersatz von (resp. den
Verzicht auf) Tabellenkalkulationslösungen durch eine webbasierte, zentral bereitgestellte aber
hochgradig anpassbare Lösung reduziert sich der Informatikaufwand pro Gemeinde. Zudem werden
neue Formen der Zusammenarbeit zwischen den mit Führungsaufgaben betrauten
Personen einer Gemeinde möglich. Am Ende der Projektlaufzeit
besitzen alle beteiligten Gemeinden formal dokumentierte Führungsprozesse sowie ein funktionierendes
Cockpit. Zudem stehen ein erprobtes Vorgehensmodell und Werkzeuge für die Einführung von Cockpits in weiteren Gemeinden zur Verfügung.
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